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Unterwegs in Argentinien Kaum ein anderer Teil unseres Planeten hat für Backpacker so viel zu bieten wie Südamerika. Die Infrastruktur für Reisende ist sehr gut ausgebaut und doch gibt es unendlich viele Möglichkeiten, um Land und Leute auf die ganz eigene und individuelle Art zu erforschen. Egal ob du auf Natur, Landschaften und Abenteuer oder auf Kunst und Kultur stehst, Argentinien und seine Nachbarn bieten dir alles und noch vieles mehr. Außerdem gilt Argentinien als das sicherste Reiseland Südamerikas. Auf dieser Seite wollen wir dir ein paar grundlegende Infos über die Städte Buenos Aires, Córdoba und Rosario geben, in denen wir unser Programm anbieten. Außerdem findest du hier einige interessante Tipps und persönliche Empfehlungen von uns für deine Ausflüge und Reisen durch Argentinien. Als worldstay Teilnehmer bekommst du von uns zusätzlich noch eine kostenlose Video-DVD mit weiteren interessanten Reiseempfehlungen .
Buenos Aires
Die am Río de la Plata, dem „Silberfluss“, gelegene Hauptstadt Argentiniens gehört zweifelsfrei zu den schönsten und lebendigsten Metropolen der Welt. Mit über 11 Millionen Einwohnern, den sogenannten „Porteños“, ist Buenos Aires zudem eine der größten Städte der Erde und auch die mit Abstand größte Stadt des Landes. Buenos Aires wird auch das „Paris Südamerikas“ genannt und überhaupt wirkt die Stadt im Vergleich zu anderen Städten Argentiniens sehr europäisch. Sieht man aber genau hin und nimmt sich die nötige Zeit, stellt man sehr schnell fest, welchen speziellen und individuellen Charakter Buenos Aires und die Porteños haben, die zu Recht sehr stolz auf ihre Stadt sind. Zu den vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören unter anderem das weltberühmte Opernhaus Teatro Colón, der Präsidentenpalast Casa Rosada, der gewaltige Obelisk auf der Avenida 9 de Julio und das Mausoleum der ehemaligen First Lady Eva Peron, besser bekannt als „Evita“, auf dem Cementerio de la Recoleta. Aber Buenos Aires hat natürlich noch viel, viel mehr Highlights zu bieten: Fußballfans sollten sich auf jeden Fall mal ein Spiel der großen lokalen Clubs Boca Juniors und River Plate im Stadion ansehen, denn die Stimmung dort ist mit nichts vergleichbar, speziell wenn beide Vereine im Lokalderby gegeneinander antreten. Und dann ist da natürlich noch der Tango. Tanzveranstaltungen, Milongas genannt, stehen ständig auf dem Kulturkalender der Stadt und sind immer einen Besuch wert. Außerdem lieben die Porteños ihre kleinen Cafés und nichts ist entspannender, als sich nach einer langen Stadttour bei einem Café con leche oder einem eiskalten Quilmes Bier gemütlich zurückzulehnen und die Seele baumeln zu lassen (zum Beispiel in Palermo oder La Boca), bevor man sich zu später Stunde in das quirlige Nachtleben der Stadt stürzt. Gourmets werden das große Angebot an Restaurants zu schätzen wissen, die hervorragende argentinische und internationale Küche anbieten. Einige der besten findet man in Las Cañitas. Weitere Infos im Web: » Stadtverwaltung Buenos Aires » Teatro Colón » Kostenlose Stadtführungen » Tango Veranstaltungen » Wikipedia Artikel über Buenos Aires Córdoba Die Metropole im Herzen Argentiniens ist Córdoba. Sie ist mit weit über 100.000 Studenten, die an den vielen Universitäten und Bildungsinstituten der Stadt eingeschrieben sind, eine waschechte Studentenstadt, was ihr auch den Beinamen „La Docta“ („Die Gebildete“) gab. Verglichen mit Buenos Aires wirkt Córdoba sehr viel argentinischer und hat einen sehr jugendlichen und lebendigen Charme. Das kulturelle Angebot Córdobas ist reichhaltig und sehr vielfältig, was in vielen Reiseführern aber zugunsten der Szene von Buenos Aires vernachlässigt wird. Daher findet man hier auch deutlich weniger Touristen. Aufgrund seiner zentralen Lage eignet sich Córdoba jedoch hervorragend als Ausgangspunkt für Reisen quer durch Argentinien. Beliebt bei Historikern und Architekturfans ist die Stadt vor allem für ihre kolonialen Bauten im Zentrum, die von den Jesuiten im 17. und 18. Jahrhundert erbaut wurden und heute unter Denkmalschutz stehen. So wurde ein gesamter Häuserblock im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO gekürt. Sie ist jedoch auch ein wichtiges Industrie-, Handels- und Kongresszentrum und nimmt daher viele Geschäftsreisende auf. Heute hat sich die Stadt besonders im Norden und Nordwesten teilweise weit über ihre eigentlichen Grenzen ausgedehnt. Das gesamte bebaute Gebiet wird "Gran Córdoba" genannt und hat etwa 1,8 Millionen Einwohner. Weitere Infos im Web: » Stadtverwaltung Córdoba » Infos über Córdoba » Wikipedia Artikel über Córdoba Rosario Rosario ist die zweitwichtigste Hafenstadt Argentiniens. Seine Bedeutung hängt damit zusammen, dass es der nördlichste Punkt ist, an dem der Río Paraná für Hochseefrachter schiffbar ist. Fast alle Erzeugnisse aus dem Norden und Nordwesten Argentiniens werden von hier aus exportiert. Zudem ist die Stadt auch ein wichtigstes Industriezentrum, insbesondere Automobil- und Schwerindustrie. Trotz dieser wirtschaftlichen Wichtigkeit hat sich die Stadt ein gewisses ruhiges Flair bewahrt, besonders in der Gegend am Río Paraná, die sehr reizvoll begrünt wurde und auch abends dank der unkonventionell-modernen Beleuchtung eine besondere Atmosphäre innehat. Im Norden der Stadt kann man im Fluss baden. Dort befindet sich bei der Rambla Cataluña, dem beliebtesten Strand, ein Mini-Badeort mit allem was dazugehört: Campingplätze, Strandbars, Imbisse und Diskotheken. Bei durchschnittlich 32°C im Sommer entfliehen die "Rosarinos" dort der Hitze des Zentrums. Das Zentrum enthält die besterhaltensten Bauwerke Argentiniens aus der Zeit der Jahrhundertwende 1900, die meisten davon im Stil des Art Nouveau. Die größte Sehenswürdigkeit ist allerdings eindeutig das "Monument der Fahne" aus den 1950er Jahren, ein protziger Monumentalbau, von dem besonders abends eine ehrwürdige Ruhe ausgeht, die gern von Liebespärchen genutzt wird. Es erinnert daran, das in Rosario die argentinische Flagge erfunden wurde. Viele dürfte interessieren, das Rosario die Geburtsstadt des Revoluzzers Ernesto "Che" Guevara war. Erstaunlich dabei, das es kein Museum in der Stadt gibt, das dieser Person gewidmet ist - und das, obwohl die Stadt eine Hochburg des Sozialismus ist: die letzten beiden Bürgermeister Roberto Lifschitz und Hermes Binner gehörten der Sozialistischen Partei Argentiniens an. Weiter Infos im Web: » Stadtverwaltung Rosario » Bilder vom Nightlife in Rosario » Wikipedia Artikel über Rosario
Ein guter Reiseführer gehört auf jeden Fall in dein Gepäck. Wir empfehlen dir den englischsprachigen Lonely Planet, der als die Bibel unter den Reiseführern gilt. Kaum ein anderer bietet so viele Informationen und wir selbst haben auf unseren Reisen schon ganze Abende damit verbracht im Lonely Planet zu schmökern, um die nächsten Trips zu planen. Aber es gibt natürlich auch noch andere Reiseführer, die interessante Tipps und wertvolle Infos für Reisende zu bieten haben. Hier sind unsere Empfehlungen:
Bus
Das beste und preiswerteste Transportmittel in Argentinien sind die Überlandbusse. Die Infrastruktur ist extrem gut ausgebaut und man erreicht praktisch jeden Ort im Land und in den angrenzenden Nachbarstaaten unkompliziert per Bus. Anders als wir es aus Europa kennen, sind viele der Busse sehr komfortabel und mit viel Beinfreiheit eingerichtet , so dass auch längere Fahrten kein Problem darstellen. Zur Unterhaltung werden Filme gezeigt (meist aktuelle Blockbuster in der Originalfassung mit spanischen Untertiteln) und wie im Flugzeug gibt es Stewardessen, welche die Fahrgäste am Platz mit Getränken und einer kleinen Mahlzeit bedienen. Für längere Fahrten über Nacht empfehlen wir die Busklasse „Coche Cama“, da sich die Sitze zu einem Bett ausklappen lassen. Die beste Aussicht genießt man vorne auf dem Oberdeck und wer frühzeitig bucht kann sich diese beliebten Plätze reservieren. Zu den besten argentinischen Busgesellschaften gehören » Andesmar und » Chevallier, aber es gibt noch zahlreiche andere Unternehmen, die teils auf spezielle Linien spezialisiert sind. Inzwischen bieten auch viele Busgesellschaften die Buchung über das Internet an. Eine Übersicht und Fahrpläne findet man auf der Homepage des » Retiro Busbahnhofs in Buenos Aires. Bahn Das Eisenbahnnetz in Argentinien ist recht ordentlich ausgebaut, aber für Touristen nur selten interessant, da die Linien deutlich weniger oft verkehren als die Busse und die Fahrt selbst auch länger dauert. Besonders für kurze Trips zwischen Buenos Aires und den angrenzenden Provinzen kann der Zug aber eine Alternative sein. Flugzeug Bei Reisen durch ein so großes Land wie Argentinien kann man durch einen Inlandsflug natürlich sehr viel Zeit sparen. Die Kosten liegen dabei aber oft deutlich über denen einer Busverbindung und Billigflieger, wie wir sie aus Europa kennen, gibt es kaum. Die meisten Inlandsflüge werden von der argentinischen » Aerolineas Argentinas durchgeführt, allerdings gehören hier Verspätungen schon fast zur Tagesordnung. Andere Anbieter sind die chilenische » LAN, sowie die kleineren Fluggesellschaften » LADE, » AirPampas oder » SOL. Eine allgemeine Übersicht und aktuelle Ankunfts- und Abflugszeiten findest du » hier. Auto Ein eigenes Auto anzumieten empfehlen wir für lange Strecken nicht. Für individuelle Trips durch einen Nationalpark kann ein Mietfahrzeug aber sehr interessant sein, da man dadurch viel unabhängiger ist und seine Route selbst bestimmen kann. Die großen internationalen Autovermietungen wie » Hertz oder » Avis findet man praktisch in jeder größeren Stadt, preiswerter sind aber die kleineren lokalen Anbieter. Zur Anmietung eines Fahrzeugs muss man mindestens 21 Jahre alt und im Besitz eines internationalen Führerscheins sowie einer Kreditkarte sein. Bei der Anmietung sollte man zusammen mit dem Vermieter vor Fahrtantritt das Auto genau auf etwaige Schäden untersuchen und diese schriftlich festhalten.
Die Mendoza Region
Die Stadt Mendoza und die gleichnamige argentinische Provinz ist vor allem für ihre Weingüter bekannt. Einige der besten Weine der Welt werden hier angebaut und produziert, darunter der berühmte rote Malbec. Weinliebhaber sollten auf jeden Fall die Gelegenheit zur Degustation in den vielen kleinen Familienbetrieben (zum Beispiel in Maipú) nutzen, die den Wein oft schon seit vielen Generationen und mit viel Liebe und althergebrachter Handwerkskunst herstellen. Auch Naturliebhaber kommen in Mendoza voll auf ihre Kosten, denn nicht zuletzt erhebt sich hier der gewaltige Cerro Aconcagua aus den Anden – der mit 6.962 m größte Berg des amerikanischen Kontinents! Wandern, Klettern oder Touren mit dem Geländewagen werden von verschiedenen professionellen Anbietern angeboten. Skifahrer und Snowboarder interessieren sich vielleicht für einen Abstecher nach Las Leñas, einem der wichtigsten Wintersportgebiete Südamerikas. Der Skibetrieb findet in Höhen bis zu 3.430 m über NN statt und auch wenn die Infrastruktur nicht mit den europäischen Alpen vergleichbar ist, wird man durch ein einmaliges Andenpanorama mehr als belohnt. Die Ausrüstung kann vor Ort geliehen werden. Mendoza erreicht man von Córdoba aus in etwa 10 Stunden, von Buenos Aires aus sind es um die 15 Stunden Busfahrt. Weitere Infos im Web: » Mendoza » Aconcagua » Las Leñas Die Iguazú Wasserfälle Mitten im dichten, subtropischen Regenwald liegen die schlicht atemberaubenden Cataratas del Iguazú und es führt eigentlich kein Weg am Besuch dieser vielleicht beeindruckendsten Wasserfälle der Welt vorbei. Sie dienten schon als Kulisse für Kinofilme wie „The Mission“ mit Robert de Niro oder den jüngsten Teil der „Indiana Jones“-Filmreihe mit Harrison Ford und Shia LaBeouf. Der Iguazú Nationalpark verläuft auf der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien. Wir empfehlen beide Seiten zu besuchen, denn der Blick auf die Wasserfälle ist auch von der brasilianischen Seite spektakulär. Auf beiden Seiten werden für Touristen zahlreiche Aktivitäten wie River Rafting oder geführte Nachtwanderungen durch den Urwald angeboten. Aber Iguaçu, wie der Nationalpark auf portugiesisch heisst, hat mit seiner Flora und Fauna noch viel mehr zu bieten. Unter anderem findet man hier zahllose Schmetterlingsarten, farbenfrohe Vogelarten wie den Tukan aber auch Säugetiere wie die quirligen Nasenbären, die den Parkbesuchern nur allzu gern ihre Mahlzeiten streitig machen. Wer ganz viel Glück hat, bekommt vielleicht auch mal einen Jaguar zu sehen, obgleich diese grossen Raubkatzen sehr scheue Einzelgänger sind. Von der brasilianischen Stadt Foz do Iguaçu gelang man über die sogenannte „Brücke der Freundschaft“ nach Ciudad del Este in Paraguay. Hier geht es zu wie auf einem riesigen Basar und speziell Elektronik- und Markenartikel werden zu vergleichsweise günstigen Preisen angeboten. Aber Vorsicht: es werden auch Schmuggelware und Fälschungen angeboten! Den Iguazú Nationalpark erreicht man mit dem Bus in 18 Stunden von Buenos Aires beziehungsweise in 23 Stunden von Córdoba aus. Weitere Infos im Web: » Iguazú Nationalpark » Provinz Misiones » Ciudad del Este Der Perito Moreno Gletscher Im Südwesten Argentiniens, im Nationalpark Los Glaciares, findet man den gewaltigen Perito Moreno. Er gehört zu den wenigen Gletschern außerhalb Grönlands und der Antarktis, die noch kontinuierlich wachsen. Der Nationalpark selbst wurde von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt. Der Perito Moreno erstreckt sich über eine Länge von etwa 60 km und mündet im Lago Argentino. Seine Eismassen schieben sich täglich etwa einen Meter vorwärts. Dabei trifft ein Teil des Gletschers auf einen Gegenhang und blockiert so etwa alle vier bis zehn Jahre einen Nebenarm des Lago Argentino, den Brazo Rico. Dadurch steigt der Seespiegel im südlichen Teil dieses Arms an. Der Zusammenbruch dieser Barriere ist eines der eindrücklichsten Naturschauspiele und lockt jedes mal viele Touristen und Dokumentarfilmer zum Gletscher. Am 9. Juli 2008, am argentinischen Unabhängigkeitstag, erfolgte erstmals ein Zusammenbruch der Barriere im Winterhalbjahr. Der unerwartete Zeitpunkt könnte mit der Globalen Erwärmung im Zusammenhang stehen. Weitere Infos im Web: » Los Glaciares Nationalpark » Perito Moreno Die Península Valdéz Das Naturschutzgebiet der Halbinsel Valdéz gehört ebenfalls zum UNESCO Weltnaturerbe und ganz besonders Tierliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Hier findet man unter anderem die bulligen See-Elefanten, die putzigen Magellan Pinguine und wenn man Glück hat, auch die zur Familie der Glattwale gehörenden Südkaper, die inzwischen leider vom Aussterben bedroht sind. Das Gebiet der Península Valdéz erstreckt sich über eine Fläche von 3.600 km² bei einer Küstenlänge von 400 km. Ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge ist die am Golfo Nuevo gelegene Stadt Puerto Madryn. Von Córdoba oder Buenos Aires aus erreicht man Puerto Madryn in etwa 18-20 Stunden mit dem Bus. Weiter Infos im Web: » Puerto Madryn » Patagonien » Chubut » Puerto Pirámides |
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